Die Hilti Juniorenfirma

Die Juniorenfirma ist ein Projekt der Azubis im zweiten Ausbildungsjahr. Im Interview mit Luisa, Marketingleiterin der aktuellen Juniorenfirma „Yes“ und Stefan, kaufmännischer Geschäftsführer, erfahrt ihr mehr darüber. 

Zum Einstieg: Beschreibt doch mal kurz das Konzept der Juniorenfirma.
Stefan: Am Anfang unseres zweiten Ausbildungsjahres gründen wir selbstständig ein Unternehmen im Unternehmen, die sogenannte Juniorenfirma. Alle Ausbildungsberufe arbeiten dabei zusammen – wir organisieren alles selbst, lernen unternehmerisches Denken und sind verantwortlich für unsere Entscheidungen.

Bei der Juniorenfirma fallen viele Aufgaben und Verantwortlichkeiten an. Wie teilt ihr euch diese auf?
Luisa: Beim Start der Juniorenfirma werden alle Aufgaben unter uns Azubis verteilt. Je nach Ausbildungsberuf kümmern wir uns um den Einkauf, Controlling, Vertrieb oder Produktentwicklung und Produktion. Natürlich helfen wir uns untereinander, wenn dringende Aufgaben zu erledigen sind. Die Führungskräfte der Juniorenfirma werden im Rahmen einer Abstimmung bei unserem Kick-off gewählt.
 

Die Juniorenfirma ist ein Projekt des zweiten Ausbildungsjahres und läuft knapp ein Jahr. Wie sieht euer Zeitplan aus?
Stefan: Zu Beginn ist es erst einmal wichtig, dass alle Teams ihre Aufgaben genau kennenlernen und diese verantwortungsvoll erfüllen. Danach starten wir mit unserer Marktumfrage, bei der wir einen Einblick in die Wünsche unserer Kunden erhalten möchten.
Nach unserer ersten Aufsichtsratssitzung, bei der wir die Ergebnisse der Umfrage präsentieren und unser Startkapital erhalten, starten wir mit dem Einkauf und der Produktion. Wir verkaufen unserer Produkte dann von Mitte November bis Ende Mai.

 

Die Juniorenfirma bietet jedes Jahr verschiedene Produkte und Aktionen an. Wie entscheidet ihr welche Produkte ihr vertreibt?
Luisa: Zuerst überlegen, entwickeln und prototypisieren wir sehr viele Produkte, die dann bei der Marktumfrage präsentiert werden. Die endgültige Auswahl erfolgt wie im echten Leben auch: anhand der Kundenrückmeldungen in Verbindung mit den Produktionskosten. In unserem Portfolio haben wir Dienstleistungen (z.B. Kuchenverkauf), Handelswaren (dazu gehören die Hilti Karabiner Tassen und Glasstrohhalme) und Produkte, die wir selbst herstellen.
 

Was passiert mit eurem Gewinn?
Stefan: Unser erwirtschafteter Gewinn wird am Ende des Projekts „Juniorenfirma“ aufgeteilt. Die eine Hälfte wird gespendet, mit der anderen Hälfte organisieren wir ein Teamevent.
Jedes Jahr geht die Spende an ein anderes gemeinnütziges Projekt oder eine soziale Einrichtung. Wir Azubis machen Vorschläge und stimmen dann gemeinschaftlich ab, an wen wir das Geld spenden.  

Auf welche Leistung der Juniorenfirma seid ihr jetzt schon besonders stolz?
Luisa: Besonders stolz sind wir auf unsere innovativen und aufwendigen Produkte, die wir selbst fertigen, wie zum Beispiel die Word Clock. Hinter dieser Uhr steckt unglaublich viel Technik und es ist sehr kompliziert sie zu bauen.

Bestimmt habt ihr als Juniorenfirma schon einige Ratschläge erhalten. Welchen Ratschlag findet ihr besonders wertvoll?
Stefan: Wir merken immer wieder: Kommunikation ist das A und O.